
Boretsch-Blüte, 18. August 2003 |
Boretsch
Er ist ein bisschen Zierpflanze und ein bisschen Nutzpflanze. Obwohl die Blätter
auch so kleine Stachelchen - eigentlich eher Häärchen - haben, wie hier
bei der Blüte, kann man sie klein schneiden und als Zugabe zum Salat verwenden.
Ein Nichtsahnender wird vielleicht denken, es sei Gurke im Salat, während
der Geschmack eben vom Boretsch kommt. Daher heißt er auch "Gurkenkraut".
Die Blüten sind ebenfalls essbar und eigen sich als etwas andere Dekoration
für Salate etc. Natürlich kann man auch schon im Garten von den Blättern
und Blüten naschen.
Zur Blütezeit erfreut er uns mit den blauen Akzenten, die er im Garten setzt,
aber auch die Bienen, die er mit seinen vielen kleinen Blüten anlockt.
Anbau
Der Boretsch ist leicht aus Samen zu ziehen. Im Winter erfriert die Pflanze,
aber wo er sich wohl fühlt, gehen in den Folgejahren immer wieder kleine
Pflänzchen auf. Im Keimblattstadium sehen sie Gurkenpflänzchen ähnlich.
Hier macht der Boretsch seinem Zweitnamen nochmals Ehre. Wer die "kultivierte
Unordnung" eines Bauerngartens mag, lässt hier und da auf den Gemüsebeeten
ein Boretsch-Pflänzchen stehen, aber nicht zu viel, denn die Pflanzen werden
doch recht ausladend und man verliert zu viel Platz. Kleine Pflänzchen lassen
sich noch umsetzen. |

Calendula mit Biene 1. August 2003 |
Calendula
gelb 1. August 2003 |

Calendula im Gemüsegarten
1. August 2003 |
Calendula
Sie heißt auch Ringelblume und sollte in keinem "Bauerngarten"
fehlen. Mit ihrer Blütenpracht in gelb und orange erfreut sie uns und die
Bienen. Sie ist aber auch gesund für Mensch und Boden. Als Heilpflanze wird
sie zum Beispiel als Zutat für Salben verwendet oder man kann die Blütenblätter
abzupfen und trocknen für Ringelblumentee.
Anbau
Im April oder Mai werden die gebogenen , rauhen Samen am besten gleich an
Ort und Stelle gesät. In den Folgejahren ist das meist nicht mehr nötig,
denn sie samen leicht aus und in der Umgebung des alten Standorts gehen oft viele
kleine Pflänzchen auf. Versetzen Sie frühzeitig viele davon ins Blumenbeet,
auf Baumscheiben usw. Ein paar können auch im Gemüsegarten bleiben als
bunte Farbkleckse und als gesunde Mischkultur zwischen den Nutzpflanzen mit einer
guten Wirkung auf die Bodengesundheit. |

Sommerastern, 19. Juli 2003 |
Sommerastern
Während die Herbstasern beliebt sind, weil sie spät im Jahr blühen,
wenn es sonst kaum noch Blumen gibt, sind ihre Namensverwandten des Sommers eher
wenig bekannt.
Sie wachsen fast wie Unkraut und breiten sich auch leicht über Samen im Garten
aus.
Die Blüten, die an Gänseblümchen erinnern, wirken an den vielleicht
80 cm langen Stielen eher unscheinbar. Von der Nähe betrachtet sind sie aber
doch ganz nett und als Zugabe in einem Blumenstrauß sind sie richtig zauberhaft.
Per Klick auf das Bild bekommen Sie eine Großaufnahme.
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Sonnenblume, 19. Juli 2003

Sonnenblume, 8. September 2007
Die Sorte "Gelbe Riesen" (Helianthus annuus) wird 2-3m groß,
hat Kerne mit weißer Schale und ist ertragreich. |
Sonnenblume
Man sagt ja, dass sie ihre Blüten nach der Sonne ausrichten, aber so ganz
stimmt das wohl nicht immer. In jedem Fall ist sie eine der prächtigsten
Blumen. Die Kerne liefern ein wertvolles Öl, geschält passen sie ins
Müsli oder in den Brotteig. Wenn Sie sie nicht selber brauchen, heben Sie
die Köpfe als Vogelfutter für den Winter auf oder lassen Sie sie notfalls
einfach stehen für unsere gefiederten Freunde, bis sie die Kerne mit Inhalt
rausgepickt haben.
Anbau
Die Sonnenblume wird natürlich aus Samen gezogen, ab Anfang Mai im Freiland
oder schon vorher in Töpfen. Man kann prima eigenes Saatgut vom Vorjahr verwenden.
Ich habe schon mehrfach mit Erfolg aus geschälten Kernen gezogen. Sicher
ließe sich auch ein Rest vom Vogelfutter verwenden.
Man kann natürlich an Ort und Stelle säen, was vor allem praktikabel
ist, wenn Sie viele Pflanzen haben wollen, etwa eine ganze Sonnenblume-Hecke.
Dort wo sich viele Schnecken tummeln, haben die Pflänzchen aber kaum eine
Chance. Hier ist es besser, die Pflanzen vorzuziehen und sie erst auszupflanzen,
wenn sie relativ groß sind, vielleicht 30-60 cm. Säen Sie möglichst
auch auf einem Aussaatbeet mit genügend Abstand, also 8 - 15 cm in der Reihe,
einmal damit die einzelnen Pflanzen kräftig werden, aber auch damit Sie sie
mit einem genügend großen Erdballen verpflanzen können. |

Artischocken-Pflanzen
1. August 2003

Artischocken-Knospen
19. August 2003

Artischocken-Blüte
1. Oktober 2003 |
Artischocken
Diese edle Distel ist sowohl Zierpflanze, als auch Nutzpflanze und sogar Heilpflanze.
Die Blütenknospen sind eine Delikatesse, aber gleichzeitig ein Balsam für
Leber, Galle und Magen. Besonders viele Wirkstoffe enthalten die Blätter.
Sie dienen als Grundlage für Arzneimittel und werden als Tee aufgegossen.
Die Blüten sind ein Blickfang in jeder Vase, aber natürlich auch im
Garten. So passen die Pflanzen nicht nur in den Gemüsegarten, sondern auch
in größere Blumenbeete.
Die Artischocken stammen aus Arabien und mögen es warm. Man sagt, sie haben
"Sehnsucht nach dem Meer", denn sie gedeihen im gemäßigten
Klima küstennaher Regionen am besten. Sie sind aber garnicht so kälteempfindlich,
wie man meinen könnte.
Aussaat
Artischocken sind nicht samenecht. Die einzelnen Exemplare können sehr
unterschiedlich ausfallen. Die "höhere Schule" ist es daher, von
gut geratenen Pflanzen die seitlichen Ableger des Vorjahres, die "Kindel",
für die Vermehrung zu verwenden, siehe Überwinterung.
Am wenigsten eigenwillig bei der Aussat sind neuere grünköpfige Sorten,
wie die "Große von Laon" aus der Bretagne, auch wenn sie mit dem
Geschmack der violetten nicht ganz mithalten können.
Bevor Sie im März in Töpe aussäen, sollten die Samen 24 Stunden
in Wasser mit 22 bis 24 °C eingeweicht werden.
Anbau
In den Garten können die Pflanzen ab April. Weil sie jung noch frostempfindlich
sind, sollen sie bis Mitte oder Ende Mai eine Vliesabdeckung als Kälteschutz
bekommen oder Sie pflanzen sie erst dann aus. Der Abstand soll mindestens 80 cm,
besser 1 m betragen.
Diese Luxus-Distel ist keineswegs anspruchslos bezüglich Boden. Er soll humusreich,
locker und tiefgründig sein. Verdichteter Boden oder gar Staunässe bekommt
ihnen schlecht. Mineraldünger führt leicht zu Kalkmangel. Düngen
Sie mit Kompost, am besten verrotteter Kuhmist, Steinmehl, Algenkalk und verwenden
Sie Brennnesseljauche als Zugabe zum Gießwasser.
Ernte
Wenn Sie die Artischocken essen wollen, warten Sie mit der Ernte nicht zu lang,
denn jung und geschlossen sind sie zarter. Wir haben 2003 zum ersten mal eine
blühen lassen, siehe Bild.
Zubereitung
Die Blütenknospen werden 20 bis 30 Minuten in Wasser mit etwas Essig gegart.
Serviert werden sie zum Beispiel mit einer speziellen Soße zum Dippen aus
Senf, Öl, Essig und Kräutern, wie man sie in manchen Kochbüchern
findet, oder auch mit Mayonnaise. Man löst immer ein Blatt ab, taucht es
in die Soße und streift den weichen Teil des Blattes zwischen den Zähnen
ab. Zum Schluss kommt das Beste, der Blütenboden, wobei man das nicht genießbare
"Heu" vorher entfernt.
Überwinterung
Es lohnt sich, den Wurzelstock der Pflanzen über den Winter zu retten,
denn in den weiteren Jahren bilden sie früher und mehr Knospen. Es ist aber
schwierig, weniger weil sie erfrieren - einige Minusgrage halten sie aus - sondern
weil sie im kalten, nassen Boden von Pilzen befallen, oder von den Mäusen
gefressen werden.
Es gibt verschiedene Überwinterungsmethoden: Man kann, nachdem man die
Stengel entfernt hat, die Wurzeln in eine Kiste mit Erde oder Sand setzen und
in einem kühlen Keller überwintern. Man kann sie auch an Ort und Stelle
mit Stroh, Laub etc. abdecken, als Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit. Das
Kunststück besteht unter anderem darin, nicht zu früh abzudecken, weil
sich sonst Schimmelpilze und Mäuse nur umso wohler fühlen. Die halbe
Miete hat man schon, wenn wenigstens die Kindel den Winter überstehen. Dann
hat man neue Pflanzen, und kennt deren Eltern, kann also die besten verwenden.
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Grünes Basilikum, 19. Juli 2003

Rotes Basilikum, 19. Juli 2003
Manche sagen, dass es intensiver schmeckt. Farblich ist es auf jeden Fall eine
interessante Note. |
Basilikum
Für mich ist es eines der besten Gewürze. Allein schon der Duft,
wenn man daran vorbei geht ... und erst im Tomatensalat ...
Es schadet nicht, wenn man davon etwas mehr hat, denn es lässt sich gut für
den Winter trocknen. Und wer noch mehr hat - eine Portion getrocknetes Basilikum
aus dem eigenen Garten ist schließlich auch ein schönes Geschenk.
Anbau
Basilikum liebt Wärme und einen humusreichen Boden. Es ist ein Lichtkeimer,
das bedeutet, dass die Samen kaum mit Erde bedeckt werden dürfen. Andererseits
sollen sie auch nicht austrocknen. Es kann in Töpfen oder einem Blumenkasten
im Haus oder Gewächshaus vorgezogen werden. Sie können aber auch Töpfchen
mit Pflanzen verwenden, wie man sie in Lebensmittelgeschäften günstig
bekommt. Ins Freiland ausgepflanzt werden sollte es erst, wenn es warm genug ist,
etwa ab 20. Mai, je nach Witterung.
Ein Problem sind die Schnecken, denn auch sie haben dieses zarte Gewürz "zum
Fressen gern". Der Anbau im Garten gelingt bei uns erst richtig, seit wir
unsere Laufenten haben. |

Broccoli, 19. Juli 2003 |
Broccoli
Dieses Gemüse mit dem italienisch klingenden Namen gilt als besonders
vitaminreich und wertvoll für uns Menschen und es ist relativ einfach zu
kultivieren, jedenfalls einfacher als sein "adeliger Vetter", der Blumenkohl.
Anbau
Um Pflanzen heranzuziehen, säe ich etwa Anfang Mai auf ein Aussaatbeet
mit vielleicht 15 cm Reihenabstand und 1cm tief. In der Reihe lege ich
die Körner einzeln, so etwa alle 5 cm. So können die Pflanzen
später jeweils mit einem Wurzelballen verpflanzt werden.
Das eigentliche Broccoli-Beet sollte gut mit einer Schicht Kompost vorbereitet
werden. Sobald die Pflänzchen über das Keimblattstadium hinaus sind
und man erkennt, welche gut gedeihen, können sie verpflanzt werden. Auf einem
1,20 Meter breiten Beet haben zwei Reihen Platz, mit mindestens 45 cm Abstand,
besser 60 cm. In der Reihe bekommen die Pflanzen 45 cm Abstand. Damit sie fest
stehen, können sie etwas tiefer gepflanzt werden, als sie vorher standen.
Wenn der Kompost eher mager war, streue ich als Vorratsdüngung zusätzlich
etwas Hornspäne um jede Pflanze. Wie alle Kohlarten braucht auch der Broccoli
genügend Wasser, am besten angereichert mit einem Anteil Brennnesseljauche.
Mischkultur
Der Zwischenraum auf dem anfangs recht leer wirkenden Beet kann z.B. für
Salat genutzt werden. Pflanzen mit längerer Kulturdauer haben dagegen später
unter den weit ausladenden Broccoli-Blättern schlechte Karten.
Kohlweißling
Über einen längeren Zeitraum sind die weißen Schmetterlinge unterwegs
und legen ihre Eier auf den Blättern der Kohlpflanzen ab, meist auf der Unterseite.
Daraus schlüpfen dann die Raupen, die die Blätter zerfressen. Unangenehm
ist, dass sie sich gern in die Blütenknospen zurückziehen. Sie sind
dort manchmal kaum zu sehen, aber sie verraten sich durch Gespinstfäden,
die man in den geernteten Blütenköpfen findet. Abhilfe könnte man
schaffen, indem man das Broccoli-Beet mit einem Rahmen aus Latten umgibt, den
man mit engmaschigem Zaun bespannt, so dass die Schmetterlinge nicht zu den Blättern
können.
Durch den trockenen Sommer 2003 gab es über lange Zeit keine Raupen, obwohl
die Kohlweißlinge Eier gelegt hatten. Erst ganz spät im Herbst sind
vereinzelte Raupen aufgetaucht.
Ernte
Das Schöne beim Broccoli ist, dass, wenn man den ersten großen Blütenkopf
geerntet hat, seitlich aus den Blattachseln mehrere neue nachwachsen. So kann
man mehrmals ernten, manchmal bis in den Winter hinein. Außer den Blütenköpfen
können auch jüngere Blätter und Stengel verwendet werden. Die geputzten
Stengel sind schon roh eine Delikatesse - ähnlich Kohlrabi, aber zarter! |

Kartoffel-Blüte, 19. Juli 2003 |
Kartoffeln
Dieses Nachtschattengewächs aus Südamerika gehört längst
zu unseren Grundnahrungsmitteln und ist schon fast "heimisch". Der Anbau
im Garten lohnt trotz günstiger Marktpreise wegen Qualität und Frische
der eigenen Kartoffeln und auch, weil der Anbau vergleichsweise wenig Arbeit macht.
Die Kartoffel liebt Sonne, Wärme, Humus und Luft im Boden.
Zeitpunkt
Gelegt werden können die Knollen zwar ab April, vor allem Frühkartoffeln,
aber man sagt nicht zu Unrecht: "Legst du sie im April, kommt sie wann sie
will - legst du sie im Mai, kommt sie glei". Wenn sie austreiben und nochmal
erfrieren, bedeutet es natürlich einen Rückschlag, obwohl die Gefahr
in den letzten Jahren eher geringer geworden zu sein scheint. Man sagt, bis Ende
Mai sollten sie alle im Boden sein, aber ich hatte sogar mit Anfang Juli gelegten
Kartoffeln noch eine gute Ernte.
Anbau
Suchen Sie, wenn möglich einen gut besonnten Platz aus. Wenn es an Licht
fehlt, bilden die Pflanzen mehr Kraut, aber weniger Knollen. Sie eignen sich auch
gut als erste Kultur auf neu kultiviertem Land, weil sie einen "garen"
Boden hinterlassen - also etwa wenn Sie Beete anlegen, wo bisher Wiese war.
Sehr viel Vorbereitung ist nicht unbedingt nötig, nur gelockert werden sollte
der Boden, sofern er es nicht schon ist. Dann kann's auch schon losgehen. Der
Abstand kann verschieden gewählt werden - ich nehme die Faustregel "33 x 66".
Ziehen Sie also mit dem Spaten alle 66 cm eine Rille, vielleicht 10 cm tief. Da
hinein legen Sie dann die Knollen mit etwa 33 cm Abstand und schieben die Reihen
schließlich wieder zu. Die Kartoffeln sollen nur knapp unter der Erde liegen
und schnell Blätter treiben.
Pflege
Die Kartoffel hat das besondere Talent, dass so ziemlich aus jedem Stück
eine neue Pflanze werden kann - nicht nur aus den Knollen, sondern auch aus Schalen,
einzelnen Trieben, Triebstücken und bei guten Bedingungen sogar aus Blättern
... Außerdem mag es die Pflanze, bis unter die Blätter zugeschüttet
zu werden. Man kann sie als "Turm" kultivieren. Dazu pflanzt man sie
zunächst in einen größeren Topf. Immer wieder wird dann ein Ring
auf den Topf aufgesetzt und Erde eingefüllt, so dass die Stengel großteils
eingegraben sind. So wird der Turm immer höher und in jeder Lage wachsen
Kartoffeln. Die Beschreibung soll hier aber nur dem Verständnis dienen.
Auch die bisher flach eingegrabenen Kartoffeln sollen, wenn die Pflanzen groß
genug dafür sind, angehäufelt werden. Das ist eine gute Gelegenheit,
hier Kompost zu verwenden und von beiden Seiten unter die Pflanzen zu schieben.
Notfalls kann man die Pflanzen auch mit dem vorhandenen Boden anhäufeln,
aber vorsichtig, damit man nicht zu viele Wurzeln beschädigt. Durch das Anhäufeln
wird auch inzwischen gewachsenes Unkraut einfach zugeschüttet. Der Vorgang
kann mehrmals im Lauf des Sommers wiederholt werden.
Ernte
Eigentlich ist der richtige Zeitpunkt für die Ernte, wenn das Kraut vollständig
verdorrt ist. Man kann aber durchaus schon vorher einzelne Kartoffeln ernten und
die Pflanze weiterwachsen lassen. Dazu wühle ich einfach mit den Händen
um die Pflanze herum im Boden und hole die frischen Knollen für's Mittagessen
heraus. Wenn die Schale weich ist und sich leicht abreiben lässt, sind sie
noch zu unreif.

Spät geerntete Kartoffeln trocknen wegen schlechtem
Wetter im Haus.
27. November 2003

Kartoffeln nach dem Waschen zum Trocknen ausgebreitet
2. Oktober 2007 |
Für die eigentliche Ernte ist dagegen eine Grabegabel ein geeignetes Werkzeug.
Damit steche ich seitlich neben den Kartoffelwall (damit möglichst keine
aufgespießt werden) und werfe die Erde um. Jede sichtbare Kartoffel wird
natürlich gleich beiseite gelegt, damit sie nicht wieder eingegraben werden
kann. Ob man sie wäscht, ist wahrscheinlich Geschmackssache. Auf jeden Fall
sollten sie etwas antrocknen, bevor sie eingelagert werden. Man kann sie dazu
etwa ein-zwei Stunden in der Sonne liegen lassen. Lagerung
Am besten bleiben die Kartoffeln sicherlich frisch, solange man sie im Boden lässt.
Selbst im nächsten Frühjahr sind sie, wenn's gut geht, noch erstklassig
frisch. Die Gefahr ist dabei, dass sie von den Mäusen geholt werden oder
erfrieren, wodurch sie glasig, weich und süßlich werden. Also wird
man sie doch lieber ernten. Die beste Aufbewahrung wäre dann in einer vor
Frost und Mäusen geschützten Miete. Das könnte auch eine eingegrabene
Waschmaschinentrommel sein. Ein Keller sollte kühl (aber wenigstens einige
Grad über Null) und nicht zu trocken sein (beides heute leider selten). Wichtig
ist in jedem Fall, dass die Kartoffeln dunkel gelagert werden! und daran fehlt
es oft. Selbst das Mondlicht reicht, wie mir mal ein Bauer sagte, damit die Kartoffeln
langsam grün werden. Selbst wenn man noch nichts davon sieht, leidet der
Geschmack darunter. Grüne Kartoffeln
Dort wo sie aus dem Boden geschaut haben, z.B. weil der Wall zu steil war und
wieder abgerutscht ist, sind die Knollen grün. Das Grüne ist leicht
giftig und soll nicht gegessen werden - es schmeckt aber auch nicht. Ich bewahre
die Kartoffeln mit grünen Stellen als Saatkartoffeln für's nächste
Jahr auf, denn dafür sind sie uneingeschränkt geeignet. |

Zucchini-Blüte, 19. Juli 2003
Zucchini-Blüte
mit Biene, 19. Juli 2003 |
Zucchini
Wenn man die Bilder so ansieht, könnte man denken, es handelt sich um
eine Zierpflanze - auch Nutzpflanzen können schön sein - aber natürlich
baut man die Zucchini wegen der grünen, grün gestreiften oder auch gelben
Früchte an.
Die Blüten lassen sich aber ebenfalls verwenden - in Ausbacketeig getaucht
und in der Pfanne gebraten. Nehmen Sie dazu die männlichen Blüten, an
deren Stelle ohnehin keine Zucchini wächst.
Anbau
Ein bisschen Platz sollten Sie schon haben, wenn Sie diese großen Pflanzen
anbauen, außerdem lieben sie humusreichen Boden. Die Arbeit beschränkt
sich dafür haupsächlich auf die Anzucht der Jungpflanzen und später
die Ernte. Vor allem wegen der Frostgefahr lohnt es sich, im April in Töpfe
zu säen, damit die Ernte früher beginnt. Vor allem, wenn Sie mit Schnecken
rechnen, lassen Sie die Pflanzen groß genug werden, bevor sie an Ort und
Stelle kommen. Deswegen sollten auch die Töpfe groß genug sein und
mit nur einem Samenkorn bestückt werden.
Später bei der Ernte muss man die Pflanzen fast täglich kontrollieren,
sonst passiert es schnell, dass Zucchini zu groß werden. Diese großen
"Keulen" sind zwar verwendbar, aber attraktiver und zarter sind doch
die kleineren. Deswegen ist es zweckmäßig, die Zucchini-Pflanzen alle
in die "selbe Ecke" des Gartens zu pflanzen, damit man bei der fast
täglich nötigen Kontrolle keine übersieht. Sie brauchen aber nicht
unbedingt ein Beet, sondern können auch irgendwo an den Rand gepflanzt werden,
etwa auf Baumscheiben ... Gegenüber ihren Verwandten, den Kürbissen,
haben die Zucchini den Vorteil, dass sie nicht ranken und ihr Ausbreitungsradius
daher überschaubar bleibt. Dankbar sind sie für Wärme, Sonne und
humusreiche Erde - also verwöhnen Sie sie mit Kompost, wenigstens ein paar
Hände voll je Pflanze. Sie können sie aber auch direkt an oder auf den
Komposthaufen pflanzen - keine Angst vor Nährstoffraub, wie böse Zungen
behaupten. Es bleibt noch genug übrig vom Komposthaufen! |