Bilder - Erfahrungen - Wissenswertes
Obst |
ÄpfelSie sind wohl zumindest in unseren Breiten die bekannteste Obstart und
schon Adam und Eva hatten damit zu tun. Äpfel gedeihen bei uns bestens
und deshalb sollten sie auch hier angebaut werden, statt sie von weit
entfernten Ländern liefern zu lassen. Das sollte lieber Obst vorbehalten
sein, das hier nicht wächst, wie Orangen, Bananen, Mangos usw.
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BirnenDiese köstlichen Früchte haben weniger Säure als Äpfel
und wirken deswegen milder und süßer. Natürlich unterscheidet
sie auch das Aroma und die Form von ihren runden Kernobst-Brüdern. |
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PflaumenUnter dem Oberbegriff versammeln sich die Wildpflaumen oder "Kricherl",
die Mirabellen, Reineclauden, Zwetschgen und jene, die sozusagen keinen
eigenen Namen haben und einfach auch Pflaumen genannt werden, höchstens
noch mit Abwandlungen, wie Bauernpflaumen, Eierpflaumen ... Ansprüche an Boden oder Klima besonders hoch, noch ist es wahrscheinlich,
dass Krankheiten den Ertrag verhindern oder Tiere ihn stehlen. Auch für
Einsteiger stehen die Chancen auf ein Erfolgserlebnis relativ gut. |
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Wenn ein Baum aus einem Kern wächst, kommen meist nur die kleinen (etwa kirschgroßen) runden Wildpflaumen heraus. Es gibt viele verschiedene - genau genommen ist sogar jeder Sämlings-Baum eine eigene Sorte. Die Früchte können gelb sein oder verschiedene Rottöne haben. Viele schmecken ganz interessant, haben zum so-essen aber eigentlich zu viel Säure (der Saft ist am süßesten und die Schale am sauersten). Man kann aber Marmelade daraus machen. Manche Sorten schmecken aber auch richtig gut. Wir haben z.B. zwei Bäume mit gelben Früchten, die ich vor vielen Jahren mal als Ableger mitgebracht habe. Während der Erntezeit von etwa Mitte bis Ende Juli verwende ich meist nur diese Wildpflaumen für mein Müsli - jede Frucht durchgeschnitten, um den leicht lösenden Kern (Stein) heraus zu nehmen. Da der Baum aber meist sehr viel trägt, machen wir eine gelb-orangene Marmelade daraus, die sehr begehrt ist und auch ein schönes Geschenk. Die Bäume wachsen robust und anspruchslos, haben meist Stacheln und werden sehr hoch. Ich kürze sie alle paar Jahre, möglichst dann wenn die Äste gerade reife Früchte tragen, die ich in der Höhe mit der Leiter sowieso nicht mehr erreiche. Man kann den Baum aber auch schütteln, statt von der Leiter zu ernten. Dazu breiten wir vorher ein möglichst großes Tuch darunter aus. Wenn Sie Platz haben, lassen Sie selbst aufgegangene Wildpflaumen-Bäumchen wachsen, bis Sie die Früchte probieren können. Es können interessante Sorten dabei sein. |
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Sie reifen als zweites, nach den meisten Wildpflaumen, und etwa zusammen mit den frühen Zwetschgen-Sorten. Sie haben große Früchte und eigenen sich vor allem für den Frischverzehr, weil sie saftig und süß sind. Wenn man sie dagegen erhitzt, verschwindet die Süße und sie schmecken sauer. Dadurch sind sie z.B. für Kuchen nicht so gut geeignet wie die späten Zwetschgen (auch weil sie nasser sind). Bei einem gut tragenden Baum wird man mit dem roh-Essen kaum nachkommen, aber was man selber nicht schafft, kann man ja verschenken. Einfrieren wäre noch eine Möglichkeit, aber soweit ich mich erinnere werden sie dabei auch sauer (?). Sorten: Ontariopflaume (soll sehr gut sein) Kirkespflaume (alte Sorte, sehr süß, große Früchte) Königin Victoria (goldgelb, sonnenseits hellviolett, siehe Bild rechts) |
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Sie sind oval, aber kleiner als die Eierpflaumen, blau-violett, oft blau bereift. Es sind wohl die am meisten angebauten Vertreter der Pflaumen-Familie. Die Früchte sind zwar nicht so groß, aber sehr vielseitig verwendbar. Viele schmecken frisch sehr gut. Vor allem die späteren Sorten sind aber auch gut zu verarbeiten zu Zwetschgendatschi - was wäre ein Herbst ohne ihn? - oder zu Pflaumenmus. Im Gegensatz zu den Pflaumen und frühen Zwetschgen geht bei den späten die Süße beim Erhitzen nicht verloren. Dörrzwetschgen (teils auch Dörrpflaumen genannt) sind eine Möglichkeit, die Früchte für den Winter haltbar zu machen. Sie sind zum so-essen gut, können aber auch als Zutat zu Früchtebrot dienen oder wieder eingeweicht werden. Sorten: Bewährt ist die Hauszwetschge oder die Schönberger Zwetschge (eine Weiterentwicklung davon). In der Schweiz ist die Sorte Fellenberg am beliebtesten, auch Italienische Zwetschge genannt. Es gibt einige Neuzüchtungen, die interessant sind, aber teils zu sehr auf hohen Ertrag gezüchtet wurden, so dass es nötig ist, die Früchte auszudünnen. Mehr siehe: Neue Zwetschgensorten: Ergebnisse aus fünf Jahren Leistungsprüfung |
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PfirsichLeider haben Pfirsiche bei uns mit der Kräuselkrankheit zu kämpfen,
ein Pilz, der die Blätter befällt und dazu bringt, sich zu verformen
(kräuseln) und in stärkeren Fällen abzufallen. Das schwächt
natürlich den Baum.
Weitere Pfirsichsorten mit geringerer Anfälligkeit: Weinbergpfirsich, Kernechter vom Vorgebirge, Roter Ellerstädter, Früher Alexander, Rekord aus Alfter, Fidelia, Manon Tipp: Ziehen Sie selbst Pfirsichbäume aus Kernen. Wie bei anderem Obst weiß man zwar vorher nicht genau, was heraus kommt, denn jeder Sämling ist ja eine neue Sorte. Bei Pfirsichen sind die Früchte aber eigentlich immer brauchbar, meist sogar richtig gut. Ich sammle im Sommer die Kerne von gekauften Pfirsichen und erstrecht von eigenen und säe diese entweder bald oder auch im nächsten Frühjahr. Man kann die ganzen Kerne säen oder die Schale knacken und nur die mandelähnlichen Samen verwenden. Gesät habe ich meist direkt ins Freiland als Reihe auf einem Gemüsebeet oder auch mal in einen Blumenkasten im Gewächshaus. Längst nicht aus allen Samen wächst ein Bäumchen und die, welche wachsen, sind auch sehr unterschiedlich vital. Von vielen Pfirsichkernen bleiben am Ende nur wenig Bäume, aber das sind dann die gesündesten. Im Moment habe ich einen schon recht stattlichen Pfirsichbaum, der dieses Jahr (2011) viele schöne Früchte trägt. |
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OlivenDie Chance, dass Olivenbäume in Deutschland die Winter überleben ist nicht gerade groß. Immerhin gibt es bei Köln einen Olivenhain mit über 100 Bäumen, aber Köln das ist am Rhein und recht mildes Klima. Es in Bayern in rund 680 m Höhe zu versuchen ist schon sehr "optimistisch" - und wahrscheinlich werde ich mich damit endgültig blamieren.Naja, versuchen kann man es ja ... und was dafür spricht ist, dass es wohl ziemlich unterschiedlich empfindliche Olivensorten gibt. Hier eine Auswahl der nicht ganz so kälteempfindlichen Sorten:
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BrombeerenEs sind köstliche und sehr gesunde Beeren, die am besten frisch
gegessen werden sollten. Sie lassen sich aber auch gut einfrieren. Andere
Verwertungsarten wie Marmelade sind natürlich gut möglich, aber
eigentlich ist es schade, weil der Gesundheitswert dann nicht mehr so
hoch ist. |
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Japanische WeinbeerenRotborstige Himbeere, Rubus phoenicolasius |
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*** Fortsetzung folgt ***
Links
A Farm for the Future
Ein sehr sehenswerter und wertvoller Film, dem ich eine eigene Seite gewidmet
habe.
Es geht darum, wie Landwirtschaft in Zeiten knapper werdender Energie bestehen
kann. Der Film ist nicht nur schön anzusehen, und informativ, sondern er
ist sehr positiv und weist einen Weg in die Zukunft.
Stable
Climates
Ein wichtiges Thema: Entwickelt sich die Erde zu einem Wüsten-Planeten
oder zu einem "Modernen Urwald" mit üppiger Biosphäre, stabilem
Klima und lebensfreundlichen Zuständen? Wir haben's in der Hand.
Der Text ist leider in Englisch, aber sehr deutlich, fast etwas phantastisch,
aber gut!
Der
Mann, der Bäume pflanzte (Elzeard Bouffier)
Diese nette Geschichte passt gut zu obigem Thema.
Großfeld und Garten
Dieser schöne Text war ehemals unter http://www.regenwurm.de/fr301.htm
zu finden. Er ist ein Kapitel aus dem Buch Die
letzte Chance für eine Zukunft ohne Not. Kurz zusammengefasst:
Im Garten hat man's mit der Humuspflege viel leichter, als auf dem Acker. Vom
Ackerbau ist bisher nur der nasse Reisanbau nachhaltig, das heißt ohne
ständige Abnahme der Humusschicht.
Boden
/ Humus / Mutterboden
Zitat daraus: "Vor 200 Jahren hatten die landwirtschaftlichen Nutzflächen
in den meisten Ländern eine Humusschicht von durchschnittlich 60 Zentimetern,
auf der unsere Nahrung wuchs. Heute ist diese Schicht, besonders in den USA,
auf knapp 25 Zentimeter reduziert worden. Weitere 3 Zentimeter gehen alle 20
Jahre verloren." ... "Wir brauchen unseren Boden zum Nahrungsanbau!
Er ist eine zu kostbare Ressource, als daß er mit einer derartigen Geringschätzung
behandelt werden darf. Auf der anderen Seite sind ungerodete Wälder die
einzigen Flächen, auf denen die Erosion des Humus überhaupt kein Problem
darstellt."
Klimaveränderung
durch Humusabbau (pdf-Datei)
Sehr interessant, unter anderem die Daten zum Kohlenstoffhaushalt und die Relation
der Anteile in Atmosphäre, Biosphäre an Land, Humus, Meer, Fossilen
Energien etc.
Zitate: Zur Humusauflockerung und somit zur Wasserspeicherung arbeiten im
Boden nämlich an die 30 t Bodenlebewesen je ha. Das entspricht 60 Großvieheinheiten
(z.B. Kühe). Zum Vergleich dazu können mit dem oberirdisch wachsenden
Gras nur zwei Kühe je ha versorgt werden.
In Tabelle 2 wird gezeigt, dass aus dem Humus weltweit durch die chemische
Landwirtschaft und durch Erosion in den letzten 50 Jahren ebensoviel CO2 pro
Jahr freigesetzt wurde wie aus dem fossilen Energieumsatz.